Paul Gerhardt

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Paul Gerhardt war ein evangelisch-lutherischer Theologe und gilt neben Martin Luther als einer der wichtigsten deutschsprachigen Dichter von Kirchenliedern.

Er wurde am 22. März 1607 in Gräfenhainichen geboren, das liegt im heutigen Sachsen-Anhalt. Sein Vater war Gastwirt und Bürgermeister der Stadt. Paul hatte drei Geschwister und besuchte die Stadtschule. Dort lernte er die lateinische Sprache und Chorgesang.

Als Paul 11 Jahre alt war, brach in Europa der dreißigjährige Krieg aus, dadurch hatten die Menschen unter Hunger und Krankheiten zu leiden. Mit 12 Jahren verlor Paul seinen Vater, mit 14 Jahren seine Mutter.

Kurz nach seinem 15. Geburtstag kam Paul auf die Fürstenschule St. Augustin in Grimma. Dort lernte er viel über Gott, die Kunst des Redens, über Musik und übers Dichten. Paul hatte sich schon immer sehr für Martin Luther interessiert, deswegen studierte er nach der Schule Theologie (die Lehre von Gott) in Wittenberg. Nebenbei arbeitete er als Lehrer.

1643 zog Paul Gerhardt nach Berlin. Hier hat er viele Gedichte und auch Kirchenlieder geschrieben.

Quelle: Wikipedia

Am 30. November 1651 wurde er Pfarrer in Mittenwalde und 1655 heiratete er seine Frau Anna Maria. Sie hatten fünf Kinder, aber nur eines wurde erwachsen. Zusammen lebten sie auch eine Zeit lang in Berlin und in Lübben. Dort starb Paul Gerhardt mit 69 Jahren am 6. Juni 1676.

In seinen Gedichten und Liedtexten hat Paul Gerhardt über ganz verschiedene Themen geschrieben: Über die Kirche, das Familienleben, aber auch über die Tages- und Jahreszeiten und die Natur. In einem seiner bekanntesten Lieder „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ schreibt er über den Sommer. Die Melodie, die man auch unter unserem Schulnamen findet, hat sich August Harder (1775 – 1813) ausgedacht.

Melodie von „Geh aus mein Herz“

Die erste Strophe des berühmten Liedes lautet:

Geh´aus mein Herz und suche Freud

In dieser schönen Sommerzeit

An deinen Gottes Gaben

Schau an der schönen Gärtenzier

Und siehe wie sie mir und dir

Sich ausgeschmücket haben.